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Infos zu Katsuhiro Otomo's Anime Akira.

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Der Handlungsablauf

Neo Tokyo im Jahr 2019.
Nach einem Supergau vor 31 Jahren wurde die Stadt neu aufgebaut, doch jetzt regieren wieder Chaos und Gewalt in den Strassen.
Kaneda ist der Führer einer Schülermotorrad-Gang, die sich mit anderen Banden regelmäßig bekriegt.

Eines Tages geraten er und sein Freund Tetsuo in einen Militäreinsatz, bei dem ein greisenhafter Junge (Takashi) das Ziel ist.
Tetsuo, der sich dabei verletzt, wird vom Militär in ein Hospital entführt, wo Versuche mit Kindern durchgeführt werden um deren paranormale Kräfte militärisch zu nutzen.

Tetsuo besitzt ebenfalls diese Kräfte, die durch die Verabreichung von Medikamenten immer stärker werden und ihn schließlich beherrschen. Bald ist er selbst von den Regierungstruppen nicht mehr zu stoppen.
Kaneda hat sich inzwischen einer Untergrundbewegung angeschlossen, die vom geheimnisvollen Akira Projekt weiß.
Akira ist ebenfalls ein Ergebnis der militärischen Forschungen. Seine Kräfte vernichteten die Stadt vor 31 Jahren. Er wurde "tiefgefroren" um die Menschheit vor seiner gefährlichen Kraft zu schützen.

Tetsuo weckt Akira um mit ihm zu herrschen. Schließlich kommt es zwischen Tetsuo und Kaneda zum Kampf im Olympiastadion, unter dem Akira begraben sein soll.


Trailer

Für diejenigen, die den Anime noch nicht gesehen haben, hier ein 3 Minuten Video, das helfen soll etwas von der Atmosphäre zu vermitteln.
Inhalt: Movie Intro, Bikers, Tetsuo's Entwicklung; Ton: aus Akira Soundtrack, Stück 1 - Kaneda.

Den gleichen Trailer gibt es bei YouTube mit 640x386 Pixel, 214 MB.
Unter diesem Link findet ihr eine ganze Sammlung weiterer Akira Trailer.

Um die Wartezeit zu verkürzen, empfiehlt sich der Download über Rapidshare.com mittels HTTP,
Grösse:
624x352 Px, 178 MB.

Link zum Akira Trailer
Download Akira Trailer, ca. 20 MB

alternativer Link: akira-trailer.mov - Download startet automatisch.
Die Software zum QuickTime Player gibt es hier.

 

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Infos zum Anime:

Original Stimmen:

Das Akira-Comittee bestand aus folgenden Firmen:
- Kodansha Ltd.
- Mainichi Broadcasting System, Inc.
- Bandai Co., Ltd.
- Hakuhodo verband
- Verteiler Toho Co., Ltd.
- Laserdisc Corporation
- Sumitomo Corporation
- Animationsproduzent Tokyo Film Shinsha Co., Ltd.

1986 wurde Otomo der Vorschlag zu einem Anime mit einem Budget von 7 Mio. US $ gemacht, bis dahin eine Rekordsumme in der Herstellung eines japanischen Anime.
Da der Kinofilm vor dem Abschluss des Mangas gemacht wurde, könnte man meinen, dass die Story im Film etwas zu kurz kommt. Da Katsuhiro Otomo jedoch selbst die Regie führte, passt sowohl die Grundaussage als auch die Stimmung zum Manga.
Der Ablauf ist zwar kompliziert jedoch bleibt er immer logisch und ist keineswegs irreführend. Daß man den Ablauf beim ersten Sehen meist nicht komplett versteht ist auch richtig. Dies ist allerdings auf die sehr komplexe, metaphysische Story zurückzuführen und nicht etwa auf fehlende Zusammenhänge.

Unterschiede gibt es natürlich auch in den Charakteren. Da tauchen im Film andere Typen auf, teilweise wirken Charaktere aus dem Comic im Film nur als Nebendarsteller oder wurden wegrationalisiert. Der Kurzauftritt Akiras wurde übrigens gegen den Willen Otomos realisiert.
Die Freundschaft zwischen Kaneda und Tetsuo wird im Anime besonders hervorgehoben, während im Comic die rivalisierenden und unterschiedlichen Gruppen in den Vordergrund rücken.
Unterschiedlich ist ebenfalls der Zeitpunkt der Handlung. So startet der Anime im Jahr 2019 - im Manga jedoch im Jahr 2030.

Oberste Priorität bei der Herstellung von AKIRA hatte der realistische Stil, der nötig war, um das Neo Tokio des Jahres 2019 darzustellen. Es wurden 2.212 Einstellungen und 160.000 Einzelbilder gebraucht, um die gewünschten lebensnahen Effekte zu erzielen.
Ungewöhnlich für einen Zeichentrickfilm ist auch, dass AKIRA auf 70 mm Film gedreht wurde, um beste Brillianz und Schärfe für die Projektion zu erreichen.

Für die Dialoge wurde eine Methode angewandt, die im japanischen Animationsfilm sehr selten ist. Alle Stimmen wurden aufgenommen, bevor die Zeichnungen erstellt wurden, so dass die später gezeichneten Figuren die zuvor aufgenommenen Dialoge lippensynchron sprechen.
Ein Hilfsmittel für die Dialogaufnahme war die Aufzeichnung der Storyboard's auf Video, damit die Sprecher ihre Rollen und Einsätze verfolgen konnten. Otomo führte selbst die Regie bei der Synchronisation.

Der Kontrast zwischen den leuchtenden Farben, die für das Zentrum von Neo-Tokio verwendet wurden und den düsteren Farben für außerhalb gelegene Gebiete ist sehr eindrucksvoll.
Für die meisten Nachtszenen wurden besonders viele verschiedene Schattierungen der Farbe Blau verwendet, die auf der Kinoleinwand am Besten zur Geltung kommen.

Cels
Akira Celluloids sind im Umlauf, die meisten allerdings auf Grund ihres Alters und der hohen Nachfrage schon an Sammler verkauft. Es tauchen allerdings hin und wieder Cels auf; Interessierte sollten den amerikanischen eBay Markt besuchen. Diese gehen allerdings für horrende Preise über den Tisch. Auch sind viele 'second hand' Celluloids nicht mehr in bester Qualität, was ebenfalls auf das Alter zurückzuführen ist.

Bild aus dem Anime von Kanedas Gang: von links: Yama, Kai, Kaneda (unten), Takeyama, Watanabe, Kuwata
Kanedas Bikergang auf der Polizeiwache
von links: Yama, Kai, Kaneda (unten), Takeyama, Watanabe, Kuwata

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Interview mit Otomo über seinen Film:

Jenseits der Sphären unserer Visionen von Wirklichkeit treibt eine Welt immer weiter in ihr kosmisches Verhängnis. Ich fühlte die Herausforderung, das größte Schauspiel, die grossartige Katharsis aller Zeiten zu schaffen. Ich wollte einen Film machen, der ein Strom von Bildern sein sollte, anstatt nur auf szenische Höhepunkte zuzustreben. Ich wollte Details zeigen, die als ein Mosaikstein des Ganzen gesehen werden können. Mit Hilfe dieser Details soll der Zuschauer den Film im Rückblick rekonstruieren können.

Ich schuf Neo-Tokio, um das Bild, das ich von AKIRA hatte, zu formen und zu intensivieren. Obwohl sich der Filmtitel auf dem Namen eines Kindes bezieht, bewegt sich die Handlung nicht um einen Einzelnen. Keine Figur ist die Hauptfigur, obwohl viele als solche betrachtet werden könnten.

Jeder von ihnen hat sein eigenes Schicksal, deshalb ist die Handlung nichts weiter als eine Verflechtung vieler Schicksale. Die Schlussszenen dieses Filmes waren ursprünglich für den Manga vorgesehen. Ich hatte lange Zeit geplant, ihn mit einer nostalgischen Unterhaltung zwischen Kaneda und Tetsuo zu beenden. In der Original-Geschichte gelang es mir jedoch nicht, das in den Griff zu bekommen, denn die Figuren schienen ihrer eigenen Logik zu folgen. Wenn sie einmal ihre ganze Dynamik entfaltet haben, ist es selbst für ihren Schöpfer schwer, sie zu bremsen - deshalb muss das Ende weit im voraus geplant werden.

Eins der Probleme, die ich mit diesem Film hatte war, die Szenen miteinander zu verbinden. Obwohl ich genügend Bilder aus dem Drehbuch besaß, um damit die großen Szenen zu bestreiten, hatte ich Schwierigkeiten sie so zusammenzubringen, dass sie zum Höhepunkt führten.

Ein anderes Problem war der Fluss oder das Tempo der Geschichte. Weil der Film in einem Rahmen von zwei Stunden passen musste, war es wichtig, beim Schnitt zwischen den Szenen keine Zeit zu verlieren. Im Comic hat man grössere Freiheiten abzuschweifen, ein Film verliert dadurch an Klarheit und Schärfe.
Als ich am Storyboard's arbeitete, berücksichtigte ich bereits die Möglichkeit der Animation. Aber gerade die vielen scheinbaren einfachen Szenen bargen besondere Schwierigkeiten: z.B. eine Figur, die sich auf die Kamera zu bewegt. Eine Fernseh-Animation würde sich an dieser Stelle mit einer Halbnah-Einstellung begnügen. In diesem Film, der für die Kinoleinwand geschaffen wurde, sollte die ganze Gestalt sichtbar sein und ihre Bewegung mussten lebensecht wirken. Wir benötigten daher eine erheblich grössere Menge an Einzelbildern, als für einen konventionellen japanischen Zeichentrickfilm verwendet werden.

Die Schlusssequenz, die Tetsuo's Verwandlung zeigt, ist nur mit Hilfe der Animation möglich. Um solche Szenen mit einem Sinn für Realismus zu zeigen, kommt es sehr darauf an, wie vertraut eine Figur dem Zuschauer ist. Wenn sie von Anfang an eingeführt ist, verändert selbst ein phantastischer Schluss den ersten Eindruck nicht. Außerdem muss man, um spektakuläre Szenen oder imaginäre Geschehnisse zu zeigen, ganz konventionelle Hintergründe zeichnen. Dadurch wirken beispielsweise die Szenen der Verwüstung realistisch. Doch vor allem durch den künstlerischen Aufbau und die farbliche Gestaltung ist eine Steigerung der realistischen Wirkung möglich.

 

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